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24.11.2020

Strijd tegen misbruik, Wir unterstützen.

Strijd tegen misbruik, Wir unterstützen.

Glanerbrug. Es ist unfassbar, dass ein Kleinkind sexuell missbraucht wird. Priscilla und Marcel (Nachnamen und Wohnort werden auf Wunsch nicht genannt) sind betroffene Eltern und haben einen Albtraum erlebt. „Was wir mitgemacht haben, ist unvorstellbar“, sagen die beiden im GN-Gespräch. „Wir haben damals keine Hilfe bekommen, darum wollen wir Opfer unterstützen“, begründen sie ihren Schritt an die Presse.

Ihre konkrete Hilfe steckt in einer kleinen, bunten Tasche. Die ist gefüllt mit einem Kuscheltier, Malstiften, Malbuch und Freikarten für einen Zoobesuch oder Vergnügungspark. „Wir möchten betroffenen Familien einen schönen Tag ermöglichen, an dem sie all ihre Sorgen einmal vergessen können“, erklärt Marcel. In den Niederlanden hat das Paar durch sein Engagement schon viel erreicht.

Genugtuung verschafft ihnen unter anderem, dass der seit 1982 existierende Pädophilen-Verein „Martijn“ im April 2014 in letzter Instanz verboten wurde. In den Niederlanden hatte der Rechtsstreit um die Pädophilen-Vereinigung seit 2011 für Furore gesorgt. „Wir kannten den Verein gar nicht, bevor wir selbst betroffen waren, und waren schockiert, als wir die Internetseiten gesehen haben“, erzählt Marcel. Danach habe das Paar eine Anzeige gegen den Verein erstattet – wegen der „Gebrauchsanleitung zu Kindesmissbrauch“.

Auf ihrer Webseite haben Priscilla und Marcel ihren „Kampf Gegen Missbrauch“ dokumentiert. Die eigene Missbrauchsgeschichte hat das Familienleben schwer belastet. Vor sechs Jahren ist das Paar in die Obergrafschaft gezogen, um Abstand zu bekommen. Auch in Deutschland wollen sie sich gegen Missbrauch einsetzen.

BLUT IN DER UNTERHOSE
2006 wurde die erste Tochter von Priscilla und Marcel in Enschede geboren. Da beide berufstätig waren, passte die Mutter von Marcel an zwei Tagen in der Woche auf das Kind auf. So auch 2009, an dem Tag, als das Paar von der Arbeit kam und innerhalb von Sekunden eine Welt für sie zusammenbrach. „Die Kleine musste aufs Klo“, beginnt Marcel, „wenn ich daran denke, bekomme ich eine Gänsehaut.“ Auf der Toilette habe das Mädchen gejammert und „Au, au“ gerufen. „Da habe ich gesehen, dass Blut in der Unterhose war“, schildert der Vater. Auf Priscillas Frage, was passiert sei, habe die Tochter geantwortet: „Das hat Geert gemacht.“

Geert B. war der Nachbar in Glanerbrug. „Anfangs hatten wir einen guten Kontakt“, erzählt Marcel. Eines Tages sei es jedoch zu einem merkwürdigen Vorfall gekommen. Bei einem Besuch des Nachbarn sollte die kleine Tochter Süßigkeiten aus dessen Hosentasche ziehen. „Wir haben ihm gleich gesagt, dass er das lassen soll. Der Nachbar hat pikiert reagiert und seitdem nicht mehr mit uns gesprochen“, so Marcel.

Nachdem sie das Blut entdeckt hatten, suchten die Eltern mit ihrer Tochter einen Arzt auf. Im Beisein eines Polizisten und eines Jugendamtsmitarbeiters, die inzwischen benachrichtigt worden waren, wurde das Mädchen untersucht. Danach sollte die Familie ins Krankenhaus fahren. Auch dort folgten Untersuchungen, schließlich erfuhren die Eltern von dem Mediziner, dass er zwei Verletzungen in der Vagina gefunden habe. Das Paar erstattete Anzeige gegen den Nachbarn. Um zwei Uhr nachts war die Familie wieder zu Hause. „Ich habe meine Tochter festgehalten und wollte sie nicht mehr loslassen“, sagt Priscilla.

Erst nach und nach erfuhren die Eltern, was an den Tagen, als sie arbeiten waren, passiert war. Anfangs konnten sie das veränderte Verhalten ihrer Tochter nicht einordnen. „Wir hatten viele Probleme mit ihr. Sie wollte nicht schlafen, nicht in die Badewanne oder unter die Dusche“, beschreibt Priscilla. Im Laufe der polizeilichen Untersuchungen kam heraus, dass auf dem Computer des Nachbarn unter anderem auch Kinderpornos mit ihrer Tochter gefunden worden seien. „Meine Mutter hat den Nachbarn ins Haus gelassen, immer mittwochs und freitags, wenn wir nicht da waren. Wir haben das nicht gewusst“, erzählt Marcel.

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